Einfacher genähter Beutel aus einem Stück Stoff

Mein Auto ist schon ein bisschen älter und wie die meisten anderen ist es innen nicht immer ganz trocken. Besonders ärgerlich ist das, wenn man die Scheiben von innen kratzen muss. Deshalb habe ich mir einen kleinen Beutel genäht, in den ich etwas Reis gepackt habe – wie wir aus diversen Salzstreuern wissen saugt Reis super Wasser auf – und der immer wieder in mein Auto kommt. Man kann den Beutel aber auch für alles mögliche andere verwenden. Ich könnte mir das als Mäppchen vorstellen oder zur Kleinteileaufbewahrung. Wer selbst näht, hat sicher hunderte Ideen, was man mit sowas machen könnte.

 

Materialien für den einfachen Beutel: Ein Reißverschluss und ein Rechteck Stoff
Die einzigen Dinge, die man braucht, sind ein rechteckiges Stück Stoff und ein Reißverschluss. In dem Bild sieht man schon nur noch meine Stoffreste, ich habe hellblaues Halbleinen verwendet, weil waschbar sein sollte. Der Reißverschluss hat nicht die gleiche Farbe, was ich ganz hübsch finde. Es ist ein Stück aus einem Endlosreißverschluss. Reißverschlusslänge und Stoff müssen natürlich so zueinander passen, dass der Reißverschluss – in meinem Plan – kürzer ist als die kurze Seite des Rechtecks.
Schnittplan zur Veranschaulichung des Beutels
Das wäre die Schnittzeichnung, wenn man genau wissen will, wo später was ist. Links und rechts sieht man, wo der Reißverschluss hinkommt. Der Rest der Naht wird dann zugenäht. Dann näht man einfach oben zusammen und unten zusammen – damit legt man auch fest, ob der Reißverschluss genau in der Mitte ist oder etwas seitlicher (bei mir etwas versetzt). Die gestrichelten Linien sind übrigens die späteren Kanten, die müssen nicht genäht werden.
Als letztes werden dann die Ecken genäht, sonst hätte man einen ganz flachen Beutel. Dazu komme ich später noch mal.
Stoff rechts auf rechts auf den Reißverschluss nähen
Als erstes habe ich den Reißverschluss eingenäht. Rechts auf rechts den Stoff auf den Reißverschluss und aneinander nähen an der Aussenseite. Dann mit dem anderen Stoffende das gleiche auf der anderen Seite des Reißverschlusses. Das sieht dann erst mal komisch aus, weil ja rechts innen ist. Da der Stoff – nicht wie auf der Zeichnung – mit dem Reißverschluss aufhört, näht man danach noch die restliche Naht zu. Also vor und nach dem Reißverschluss einfach zusammen nähen. Das ist ein bisschen Fummelei, weil ja der stabile Reißverschluss irgendwie immer im Weg ist.
Abgenähte Ecke von der Naht aus
Nachdem man dann die obere und untere Seite für sich genommen zu genäht hat, kommen die Ecken. Dafür den Stoff so falten, dass die Naht (die von oben bzw unten) von einer Ecke genau in der Mitte zwischen den Kanten liegt. Im Bild ist das die, die von oben nach unten verläuft. Dann rechtwinklig zu dieser Naht einfach ein Stück nähen. Je weiter von der Ecke entfernt diese Naht ist, desto breiter werden die ‚Seitenteile‘. Alle vier Ecken sollten dabei gleich weit entfernt abgenäht werden, damit der Beutel gleichmäßig wird.
Ecke eines einfachen Beutels abnähen
Hier sieht man die Ecke noch mal von der Seite. Man kann gut sehen, dass so ein Abnäher die Form gibt und das Ganze dadurch erst dreidimensional wird.
Fertige Seitennähte
Wenn man das ganze dann auf rechts dreht, sieht die Naht (also von oben oder unten) so aus. Die abgenähten Ecken sind die beiden kleinen Stücke rechts und links.
Fertiger Beutel mit Reißverschluss
Und so sieht die fertige Tasche am Stück aus. Ich habe die Naht am Reißverschluss weiter zugenäht als ich den Zipper schieben kann. Damit kann ich ihn ein bisschen unter den Stoff schieben, dann geht er nicht so leicht auf. Wer mag, kann jetzt natürlich noch seine Bügellust an dem Teil ausleben – aber je nach Größe hat man damit wenig Spaß.
Beutel mit Reis füllen und ab ins Auto
In meinem Fall wird das ganze noch mit Reis befüllt und ab damit ins Auto! Ich nehme es dann auch immer wieder mit raus und lasse es auf der Heizung trocknen. Ob es wirklich was bringt, kann ich erst beim nächsten Frost sagen.

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