Purpur-Tentakel Rucksack

Nachdem mein Liebster sich einmal ein Purpur-Tentakel Kostüm genäht hat, lag hiervon immer noch einiges an Stoff rum. Zumindest für eine kleine Version sollte es doch reichen…

Und wer nicht weiß, wer Purpur-Tentakel oder was ‚Day of the Tentacle‘ ist, findet zum Beispiel auf Wikipedia eine Antwort.

 

Das grobe Schnittmuster
Hier habe ich das Schnittmuster aufgezeichnet. Ja, das ist ein Blatt von meiner Schreibtischunterlage inklusive Kaffeeflecken. Aber es ist stabiler als Seidenpapier und schön groß. Es stellte sich hinterher heraus, dass ich mich wohl etwas vermessen oder verrechnet hatte, das Rückenteil war länger als die Seiten- und Vorderteile.
Die ersten Teile werden zugeschnitten
Die Tasche sollte aus einem Aussen- und einem Innenteil bestehen. Daher musste dann alles zwei Mal zugeschnitten werden. Der Innenteil war einfache beige Baumwolle, aussen war es ein grüner und lila Stoff.
Das hier wird mal das Schräg- und Paspelband
Das ist der Beginn meiner Schrägbandaktion. Ich habe soviel davon gemacht, dass ich es noch mal für andere Projekte verwenden kann. Das Dreieck wird im 45° Winkel abgeschnitten und genauso auf der linken Seite wieder angenäht.
Abgemessen, als ein Schlauch zusammengenäht, als ein (viel zu) langes Stück geschnitten
Dann wurden die Linien aufgezeichnet – weil ich faul war hier mit Bleistift, das ging besser als die Schneiderkreide und es ist mir egal, ob es raus geht. Und dann wird das ganze so versetzt aneinander genäht, dass sich ein durchgängiger Streifen ergibt. Das wirkt etwas komisch beim zusammen nähen, beim Schneiden dann wird es aber – wie hier zu sehen – ganz deutlich.
Schnur einnähen beim Paspelband
Um die Saugnäpfe zu umrunden, wollte ich Paspelband. Deshalb hatte ich das Schrägband breit genug gewählt, damit diese weiße Kordel aus dem Baumarkt hineinpasst…
Fertiges Paspelband
…und schon hat man super Paspelband. Verglichen mit dem Aufwand für das Schrägband ein Klacks.
Der Saugnapf wird zurechtgeschnitten
Für das innere der Saugnäpfe hatte ich drei grüne Kreise ausgeschnitten und etwas Vlies aufgebügelt. Zum einen, um etwas Stabilität zu geben, zum anderen in der Hoffnung, dass ich damit das Ausfransen etwas verhindern kann. Dann habe ich außen kleine Dreiecke eingeschnitten, damit ich die Zugabe umschlagen kann.
Man sollte nicht seine Teetasse neben den Tischmüll stellen
Hier sieht man, dass man keine Teetassen neben den Tischmüll stellen sollte. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich begriffen habe, warum das jetzt so falsch aussieht, dass die Dreiecke da so schwimmen. Man lernt doch nie aus.
Die drei Saugnäpfe, mit Bügelvlies und umgehefteten Ecken
Das sind die drei Innenteile der Saugnäpfe, zum Teil schon geheftet. Das habe ich nur mit der Hand angenäht, die Faden kamen später wieder raus.
Die Saugnäpfe mit dem Paspelband auf dem Vorderteil festgenäht
Und das ist das Vorderteil mit den fertigen Saugnäpfen. Der große war am einfachsten anzunähen, der kleine steht dafür schön ab. Alle sind leider ein bisschen krude geworden, aber im Prinzip bin ich ganz zufrieden damit.
Mit diesen Armen soll man die Weltherrschaft an sich reißen können?
Hier sind die Arme, dank derer Purpur-Tentakel die Welt erobern will. Die wurden dann auf links gedreht, mit Füllwatte ausgestopft und die Öffnung zugeheftet – etwas weiter aussen als später festgenäht wird, damit die Watte nicht beim Nähen im Weg ist.
Ein gruseliger Alien. Oder die Innenseite der Rückseite.
Wirkt wie ein Alien, ist aber die Rückseite der Außentasche von innen. Ich habe sehr dickes Vlies aufgebügelt und markiert, wo Rucksack und Trägerschlitze hin müssen. Dann wurde jeweils ein Besatz von rechts aufgenäht. Damit man den nach innen verstürzen kann, musste an den Stellen dann der Vlies wieder runter.
Alle Schlitze verstürzt
Es ist nämlich schwer genug, so den Besatz nach innen zu bekommen. Das Zeug lässt sich auch mit dem Bügeleisen wenig überreden.
Der Reißverschluss hat nicht die perfekte Farbe
Der Reißverschluss hat leider nicht ganz die passende Farbe. Aber es gab zum einen keine zeitnahe Alternative und zum anderen sieht man ihn ja eh nicht, da er am Rücken liegt.
Eingehefteter Reißverschluss, festgenähte Träger
Und auch die Träger passen nicht ganz. Das stört aber nicht. Ich habe sie extra fest am Rückenteil vernäht, weil hier die meiste Belastung sein dürfte. Danach habe ich dann doch noch etwas von dem lila Stoff über die Schlitze genäht, damit man nicht so durchsehen kann.
Der Haifisch. Oder die Füllung für die Spitze
Vom Futter gibt es wenig Dokumentation. Das hier wird in die Spitze ganz oben gesteckt. Ich hatte Angst, dass das Tentakel seine Form nicht halten will. Das ist also noch mal die gleiche Tasche auf den obersten 7cm, dann mit Watte gefüllt und mit zwei Druckknöpfen versehen. Die Gegenstücke befinden sich innen im Futter.
Ein Plastikkorsettstäbchen um die untere Rundung des Tentakel
Weil ich dann doch noch das Gefühl hatte, mein Tentakel hat nicht genug Stand, habe ich ein Stäbchen am unteren Rand des Futters eingesetzt. Das liegt dann zwischen Futter und Außenbeutel. Das Stäbchen ist ein recht dickes Plastikstäbchen, als Tunnel habe ich von dem zu langen Schrägband verwendet.
Ein aufnähbares Stäbchen über die obere Rundung
Oben an der Spitze habe ich auch lieber noch einmal verstärkt, hier habe ich aber ein aufnähbares Stäbchen genommen. Ausgelassen sind die Stellen, wo die Druckknöpfe eingenäht sind.
Die fertige Aussentasche noch auf links
Das hier ist der Außenbeutel noch auf links. Innen drin sind die Kompletten Träger. Die unteren Stücke sind jeweils zwischen Seitenteil und Rücken ganz unten festgenäht.
Purpur-Tentakel. Bereit, die Welt zu erobern. Zumindest als Rucksack!
Und hier ist das fertige Stück. Bereit, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Er ist nicht perfekt, aber ich finde ihn trotzdem niedlich.

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